Rund 60 Prozent aller Einkäufe im deutschen Handel werden bar bezahlt. Nach jedem Kassenschluss muss das Geld gezählt und verpackt werden, bevor der Wertdienstleister es abholt. Laut EHI (EuroHandelsinstitut) betragen die Gesamtkosten des Bargeldhandlings für Handelsunternehmen je nach Branche und Betriebstyp zwischen 0,08 und 0,2 Prozent vom Umsatz. Durch den weiteren Rückzug der Bundesbank sollen sich die Kosten nahezu verdoppeln.
Um Lösungsansätze, Zukunftsszenarien und innovative Konzepte geht es beim 2. Deutschen Bargeldlogistik Kongress, der gemeinsam von GS1 Germany, dem EHI Retail Institut und dem Management Forum der Verlagsgruppe Handelsblatt in Wiesbaden veranstaltet wird. Der große Andrang namhafter Vertreter der Branche auf dem 1. Bargeldlogistik Kongress Anfang dieses Jahres zeigt, wie sehr das Thema unter den Nägeln brennt.
Denn nur noch gut 14 Monate bleibt den Bargeldakteuren für die Umstellung auf CashEDI, die elektronisch unterstützte Geschäftsabwicklung des Bargeldverkehrs. „Viele Unternehmen haben ihr System noch nicht an CashEDI angepasst“, berichtet Volkan Kavsak, CashEDI-Experte von GS1 Germany. „Dabei ist es wichtig, sich schon jetzt auf die vorgeschriebene Umstellung vorzubereiten, um am 1. Januar 2013 ohne Kinderkrankheiten im System startklar zu sein.“ Um an diesem Verfahren teilnehmen zu können, benötigen die involvierten Partner eine globale Lokationsnummer (GLN) aus dem Leistungspaket GS1 Complete von GS1 Germany. Mit ihrer Hilfe und mit der eindeutigen Nummer der Versandeinheit (NVE/SSCC) können jede einzelne Geldsumme, der Safebag oder Behälter identifiziert werden. Lieferavisierung, Übernahmebestätigung und Finalitätsmeldung sorgen für eine prompte Bestätigung des Ein- oder Ausgangs von Bargeld.
Auf dem 2. Deutschen Bargeldlogistik Kongress 2012 können sich interessierte Unternehmensvertreter von Handel, Banken und Wertdienstleistern direkt im Dorint Pallas Hotel Wiesbaden mit den Experten austauschen.